Natürlicher Rohstoff Holz
Energie, die nachwächst... |
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Holzpellets
Holzpellets haben eine zylindrische Form und werden aus rohem und getrocknetem Restholz (zum Beispiel: Sägemehl, Waldrestholz oder Hobelspäne) hergestellt. Der Durchmesser der Holzpellets liegt bei ca. 4 - 10 mm und die Länge beträgt etwa 20 - 50 mm. Die Produktion der Holzpellets erfolgt unter hohem Druck ohne Zugabe von irgendwelchen chemischen Bindemitteln.
Die Investitionskosten für eine Pelletheizung inklusive Lagerbehälter, Förderanlage, Pufferspeicher und Installation liegen bei rund 17.000 Euro und damit etwa 10.000 Euro höher als für eine moderne Öl- oder Gasheizung. Von diesen Mehrkosten müssen noch die über Förderprogramme möglichen Zuschüsse abgezogen werden. Für Pelletheizungen mit Pufferspeicher beträgt die Fördersumme im Marktanreizprogramm des Bundes (www.bafa.de) 2.500 Euro. Damit reduzieren sich die Mehrkosten für die Investition auf 7.500 Euro.
Pellets werden in Pelletieranlagen (Pelletpressen) hergestellt. Dabei wird das Material mit großem Druck durch eine Stahlmatrize gepresst und verbindet sich ohne Zugabe von Bindemitteln durch das holzeigene Lignin. Um dies zu unterstützen können natürlich Bindemittel wie Stärke oder Melasse in einer Menge von etwa 0,2 bis 2 Prozent zugegeben werden.
Beim Austritt aus der Matrize werden die Stränge durch ein Abstreifmesser auf die gewünschte Länge abgeschnitten. Der Durchmesser der Pellets wird durch den Durchmesser der Presskanäle vorgegeben. Durch einen Matrizenwechsel kann die Stärke der Pellets verändert werden.
Der Energieaufwand bei der Pelletherstellung beträgt üblicherweise bei Verwendung von trockenem Restholz ca. 2,7% des Energiegehaltes. Wird hingegen feuchtes Industrie- oder Waldrestholz zur Pelletierung benutzt, kann die benötigte Energie zwischen 3 und 17% betragen (Im Vergleich: Bereitstellungsaufwand von Heizöl: 12%). Die meist vorhandene Nähe des Herstellungsbetriebes lässt die Umweltbilanz noch besser ausfallen, da lange Transportwege entfallen.
| Holzpellets unterliegen Normen, in Deutschland der DIN 51731,
in Österreich den ÖNORMen M 7135ff; sie können auch nach
DIN plus zertifiziert werden, die die jeweils strengeren
Werte der anderen Normen verwendet.
Die Norm DIN 51731 ist
kein Qualitätsindikator, da z. B. der Abrieb und damit die
Staubentwicklung nicht festgelegt sind und keine Prüfung der
Produktion nach dieser Norm erfolgt. Die in Österreich gültige M
7135 ist wesentlich restriktiver. |
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